Kategorie: News

Baseballnachrichten der NSF Berlin Roosters Baseball

Spielbericht Roosters vs. Flamingos 18.04.2015

Hallo liebe Baseballfreunde,

etwas verzögert, aber noch nicht zu spät, soll euch die Nachricht erreichen, dass die NSF Roosters ihren Saisonstart bereits angetreten haben.

Am Samstag den 18.4. wurde das Spiel gegen die Flamingos aus Frohnau ausgetragen.

 

Vorfreude und Euphorie standen im Mittelpunkt aller Gemüter der Roosters an diesem Tage: Das Wetter hat gepasst, die Mannschaft war fast vollzählig und zu guter Letzt konnte auf heimischen Boden, im Ballpark am Kölner Damm, gespielt werden.

Es schien so, als bräuchten beide Teams eine gewisse Anlaufphase um im Spiel „warm zu werden“, welche leider bis zum Spielende gegenwärtig war. Letztendlich gelang es den Roosters, nach einigen Errors auf beiden Seiten, den Sieg einzufahren.

Mit einem „Ach-und-Krach-Sieg“  stand am Ende das offizielle Spielergebnis von 17:12 für die Neuköllner fest.

Wir sehen uns am nächsen Gameday gegen die Roadrunners wenn es heißt: PLAY BALL!!!

– Robin #28


Roosters vs. Roadrunners

2. Mai 2015

First Pitch 10 Uhr

Paul Rusch Sportanlage am Kölner Damm

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MY SWEET SWEEP – SIEG IN NEUKÖLLN !!

Sonntag 25.05.2014

ROOSTERS BESIEGEN SPANDAU DRAGONS MIT 3-2 UND 2-0 !!!

Zwei extrem spannende Spiele. Es wurden nur äußerst wenige Runs auf beiden Seiten zugelassen. Was zum einen an den herausragenden Pitchern, zum anderen auch an der sicheren Defense auf beiden Seiten lag.

Unsere Pitcher FLORIDA THUNDER und MANIAC OPPI wurden von kreischenden Fans angeheizt und lieferten den Hittern eine Granate nach der anderen.

Alle Fotos zu dem Spiel gibt es demnächst bei uns im Bilderbereich zu sehen.

-Timo

Nie mehr Landesliga! Spiel 2: Roosters vs Eagles 10-1

Samstag, 28. September 2013

Ganz cool holen die Roosters die Meisterschaft und dürfen nun in die höhere Verbandsliga einziehen. Dieser Meistertitel ist der zweite Landesliga- und neunte Meistertitel der Berlin Roosters. (Alle Titel unter Geschichte)

Durch die Schönefelder Frühnebel rasten wir motorisiert und johlend nach Legoland, fröhlich winkten wir den Einheimischen zu, sie waren in ihren Gedanken bei den Ratenzahlungen für Haus und Auto, trommelnd und marschierend stimmten sich die Blauhosen auf den bevorstehenden Endkampf ein. Der letzte Sommertag wurde heute angesetzt, denn die Roosters hatten die Götter durch ihre Siege gütig gestimmt, nun schien die Sonne ihnen wärmend auf den Rücken. Mit unserem Gelächter liessen wir die Mahlower Hallen und Flure erbeben, dass Frauen und Kinder erzitterten. Spartanische drei Bierbänke warteten auf die Horde Knüppelkämpfer. Ein rotbäckiger gesunder Lukasz Bucki #79 pitchte klug und listig, ein wohlgenährter Chris Kühl #6 blockte die heißen Granaten mit Brust, Helm und wehenden Haaren. In der Defensive bildeten die Roosters die blaurote Mauer an der die Eagles abprallten. Nur ein Run entschlüpfte den blauen Wächtern. In der Offensive zogen sich die schweren Geschütze zusammen. Lukasz Bucki schoß einen, Andreas Wulff #33 zwei Homeruns und demotivierten den jungen Eagles Pitcher empfindlichst. Zehn deutliche Runs untermauerten den eisernen Willen der Aufsteiger in Mahlow nicht halt zu machen. Dieser souveräne Sieg war gleichzeitig der 7. Sieg in Folge! Das Halbfinale hatten die Roosters unmissverständlich durch einen Doppelsieg an einem Tag auf fremden Platz mitgenommen, sehr zum Missfallen der Heimischen. Das Finale haben sie nun in der gleichen Weise abgeschossen. Darüber hinaus ist nur der Traum. Sie haben alles was in Menschenshand steht getan und sie wurden belohnt. Am gleichen Abend ging eine Mietwohnung in Berlin Kreuzberg in Flammen auf. Ein Stern ist über dem Berliner Himmel aufgegangen. Nie mehr Landesliga!!! schallte es durch die Strassenschluchten. Ich habe nur ein Wort: Veränderung. Das ist in diesem Jahr geschehen. Es gibt nur eine Konstante: Veränderung. Und sie hört nie auf.

Colin #55

Best of Three! Spiel 1: Roosters vs Eagles 4-1

Samstag, 21. September

Oh schöner September, oh du milder Herbst, wiege deine Roosters zum Sieg, die Meisterschaft ist zum greifen nah! Zuschauer und Fans sahen an diesem herbstlich warmen Samstag ihre Mannschaft in Bestform. Es war das letzte Heimspiel in Neukölln und das wurde gefeiert. Gestärkt durch den niederschmetternden Doppelsieg im Halbfinale gegen die Zehlendorfer Wizards übernahmen die Roosters schnell die Kontrolle über das Spiel.

Solide Offensivleistungen von Lukasz Bucki #79, Andreas Wulff #33, Robert Bauer #21 und Robin Schwertfeger #28 führten zu 4 Runs. Eine mittlerweile eingespielte Defensive um Ace Pitcher Denis “Psycho“ Müller #7 und Catcher Lukasz Bucki #79 ließ nur einen Run in 7 Innings zu. Großartiges Baseball, Roosters ehrten sich selbst, waren immer respektvoll dem Spiel gegenüber. Sie stellten unter Beweis wie viel sie in einer Saison gelernt haben. Am nächsten Samstag den 28. September geht es geschlossen und munter nach Blankenfelde / Mahlow zu den alles entscheidenden Finalspielen.

Kommt zahlreich, seid laut und zuversichtlich! ROO!

Colin #55

Einzug ins Halbfinale! Roosters vs Porcupines 31-2

Sonntag, 25. August 2013

Trompeten und Fanfaren. Roosters schliessen großartige Saison ab. Sieg nach dem vierten Inning in Sack und Tüten nach Inkraft treten der Mercy Rule: 15 Run Führung nach 4. Inning.

Das letzte Mal als ich in Potsdam bei den Porcupines zu Gast war, gab es auf dem Platz nichts. Mittlerweile ist es ein ganz ansehnlicher Platz geworden. Das Spiel war ziemlich unspektakulär. In den ersten zwei Innings schafften wir nur 3 Runs, im dritten und vierten dann aber 28. Wir begrüßen einen neuen Pitcher in der Riege: Andreas Wulff #33 auch Knüppel Andy wegen seiner offensiven Stärke genannt pitchte die ersten zwei Innings sehr gut. Dann löste ihn Psycho #7 im dritten und vierten Inning ab. Landesliga Veteran Chris Kühl #6 catchte. Die Potsdamer Porcupines spielten teilweise mit Jugendspielern und schienen auch so etwas lustlos an diesem sonnigen Wochenende. Das war um so besser für uns, weil die Rookies wertvolle Erfahrung am Schlag und auf den Bases sammelten. Die Mannschaft war fast vollständig anwesend, ein Beweis für den ungebrochenen Hunger der Roosters über den Horizont der Landesliga hinaus zu schauen. Wir holten uns Selbstbewusstsein für die kommenden Playoff Spiele. Dass wir mit dem Sieg durchkommen würden wussten wir längst, weil die Sluggers mit einem letzten Sieg so wie wir 9 Siege – 4 Niederlagen stehen würden und das Punktverhältnis aus dem Neukölln Derby 17-15 zu unseren Gunsten entscheiden würde (direkter Vergleich). Also Erleichterung. Wir nutzten das schöne Wetter, um mit einer professionellen Kamera schöne Spielerfotos zu machen und dann ging es zurück nach Berlin.

Egal wie es weitergeht mit uns, diese Saison war die schönste und lehrreichste meiner drei-jährigen Karriere. Sie hat mich zu dem Entschluss geführt die nächsten sieben Jahre weiter Baseball zu spielen. Ich hoffe wir bleiben für immer zusammen und schauen uns als Greise im Café Kranzler alte Fotos an und geben die Knaller-Anekdoten zum besten. Hoffentlich kriegt dann niemand einen Herzinfarkt vor lauter Lachen. Wir sind die sympathischsten vereinten Baseball Spieler Berlins, ganz bestimmt. Wir versprühen eine Aura, die verbunden mit Erfolgen für neue Spieler und Wechselkandidaten unwiderstehlich sein wird. Voller Stolz habe ich die Geschichte der Roosters verfasst und gespürt, obwohl ich niemanden persönlich kenne, dass “Auf gute Freunde“ keine Floskel war. Eine Baseballmannschaft zu führen ist nicht einfach, Tugenden und Werte zu übermitteln noch viel schwerer. Neben sportlichen Leistungen und Erfolgen sehe ich darin unsere Hauptaufgabe für die kommenden Jahre, vor allem wenn uns viele neue Spieler beehren werden. Warum entschloss ich mich überhaupt einem Verein beizutreten? Warum entschloss ich mich David diesem Lümmel zu vertrauen? Warum ließ ich ausgiebig Wasserstoffbomben in meiner Wohnung platzen? Sicher nicht nur wegen Baseball. Ich wünsche mir Vernunft, Geduld und Körperspannung, Mut, Offenheit und Ehrgeiz, Wissen, Erkenntnis und Liebe und ein wenig Wahnsinn, aber vor allem eine Familie, also viel viel Nachwuchs 🙂 Ich liebe euch junge und alte Roosters. Wir holen uns die Meisterschaft.

Colin #55

Walk Off Win! Roosters vs Rangers 11 – 10

Samstag, 17. August 2013

Robin “The Boom“ Schwertfeger #28 schlägt beim Rückstand von 9 – 10 einen 2 RBI Walk Off Hit und knallt den Siegesdeckel zu.

Liebe Kinder, heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen die sich erst vor kurzer Zeit abgespielt hat. Ihr habt sicher schon von den Roosters gehört, diese Bande unerschrockener Neuköllner Kulturbanausen, die völlig verrückt nach Baseball ist. Nun, sie waren für sehr kurze Zeit wahre Superhelden und sind vielleicht dafür verantwortlich, dass ich heute hier sitze und ihre Geschichte erzählen kann. Die Welt ist ein verrückter Ort, das habt ihr Kinder sicherlich schon gemerkt und ihr fragt euch bestimmt: wo ist Gott eigentlich? Was macht er den ganzen Tag? Liebt er uns wirklich? Man hat euch bisher immer getröstet und je nach dem was eure Eltern über Gott wissen, habt ihr verschiedene Dinge zu hören bekommen, die ihr nicht wirklich verstanden habt. Vielleicht wird diese Geschichte etwas Licht ins Dunkle bringen.

An diesem Samstag war es wieder sehr warm, ein schwüler bedeckter Samstag. Die Roosters standen an diesem Tag verkatert auf, entweder vom Alkohol oder von Schlaflosigkeit. Seit einiger Zeit spielten die Roosters jedes Wochenende. Das Hinspiel gegen die Rangers in Kreuzberg war ziemlich glatt verlaufen kann man im Nachhinein sagen. Für das Rückspiel gab es eigentlich nur ein Problem, die Heimschwäche der Roosters. Von vier Heimspielen hatten sie drei verloren, alle Auswärtsspiele hatten sie dagegen gewonnen.

Ahnungslos gingen die Jungen zum Platz und wussten gar nicht, dass sie an diesem Nachmittag über das Schicksal der Menschheit entscheiden würden. Als die Roosters anfingen sich warm zu machen und sich für das Spiel vorzubereiten, spielte sich bei Gott zuhause etwas erstaunliches ab. Zu diesem Zeitpunkt war er noch auf der Erde in seiner Dachgeschosswohnung in Prenzlauer Berg. Er stand gegen 12 Uhr mittags auf, völlig benebelt und mit Kopfschmerzen, es ging ihm dreckig. Der Alkohol war der einzige Grund, warum er noch Erbarmen mit uns Menschen hatte. Dieses Gelaber in den Kirchen, dass Gott jedem verzeiht und jeden liebt, das ging nur weil er immer besoffen war! An diesem Tag war er sehr schlecht drauf und so aus dem Bauch heraus entschied er, dass es heute zu Ende gehen würde, heute würde er die Menschen auslöschen, es war ihm egal ob sie gut oder böse waren, sie machten ihm einfach zuviel Arbeit, er wollte sich den anderen vielversprechenden Planeten widmen, die ausserhalb unseres Sonnensystems lagen. Er dachte an seinen Sohn. Ihm müsste er die Nachricht noch überbringen. Er schauderte bei dem Gedanken. Er war ein aufgedrehter Racheengel, der brutale Computerspiele zockte.

Ich möchte an dieser Stelle die Details der Unterredung zwischen Vater und Sohn nicht wiedergeben, nur soviel: Peter – so hieß der Racheengel – setzte sich für die Menschen ein. Er meinte, dass sie noch zu etwas taugten. Sie stritten sich heftig und Gott wurde immer zorniger über seinen respektlosen Sohn. Peter war nicht auf den Kopf gefallen. Er spürte, dass nicht Streit die Lösung bringen würde, also schlug er seinem Vater einen Deal vor. Er sagte: „Heute spielen die Roosters gegen die Rangers in Neukölln. Wenn sie gewinnen, bleiben die Menschen am Leben. Wenn sie verlieren, kannst du sie auslöschen.“ Gott überlegte kurz, er hatte auch schon von diesem verrückten Haufen gehört, ganz besonders einer von ihnen war ihm noch im Gedächtnis, er hatte ihn vor nicht allzu langer Zeit als H****sohn bezeichnet. Er willigte ein, notfalls würde er einfach ein bisschen nachhelfen, schließlich war er doch der Gott!

Sie nahmen beide auf der Couch platz und schauten sich an wie die Landesliga Profis sich aufwärmten. Gott kicherte in seinen Bart hinein als er das sah. Peter blieb ruhig und ließ sich seine Nervosität nicht anmerken. Robert Bauer #21 war an diesem Tag der Starting Pitcher, Lukasz Bucki #79 sein Catcher. Die Rangers waren gut aufgelegt und attackierten von Anfang an. Am Ende des zweiten Innings stand es bereits 1-7 aus Roosters Sicht. Booya! rief Gott und gab Peter ein paar harte Knuffis in die Schulter. Peter murrte und schaute weiter. Eine Niederlage mitten im Kampf um den Aufstieg war eigentlich ausgeschlossen. So kämpften sich die Roosters gegen einen langsamen Pitcher auf 5-8 heran. Robert Bauer wurde ausgewechselt und Florida Boy #7 übernahm. Du wirst schon sehen was die Jungs drauf haben, brummte Peter zwischen den Zähnen. Der Siegeswille war den Blauhosen jedoch nicht wirklich abzulesen, so ließ das Dugout schon die Köpfe hängen beim Anblick von Unkonzentriertheiten und mentalen Fehlern. Wie sooft hatte man das Gefühl, dass sich die Roosters selbst im Weg standen. Gott war siegessicher, er überlegte schon wie er die Menschen umbringen würde, durch einen Meteoriten, der einen riesigen Tsunami auslöst? Oder sollte er sie zum Atomkrieg anstacheln? Oder sollte er einfach das Licht aus- und die Tür zumachen? Egal wie, aus menschlicher Sicht war alles grausam. Das Spiel zog sich bis ins sechste Inning und immer noch schafften es die kleinen Roosters nicht ein deutliches Zeichen zu setzen. Jedes Mal wenn sie ein paar Punkte in der Offensive kassierten, machten sie alle Anstrengungen durch Fehler in der Defensive wieder zunichte und ließen die Führung der Rangers wieder ansteigen. Es war sehr frustrierend.

Peter dachte er müsse langsam eingreifen. Gott machte sich derweil ein kaltes Bier auf. Noch nie hatte ihm das Bier so gut geschmeckt. Die Sonne ging unter und das Spiel neigte sich dem Ende zu. Am Anfang des siebenten und letzten Innings stand es 7-10. Die Roosters mussten unbedingt 4 Runs einfahren, sonst war das Spiel aus. Es juckte Peter in den Fingerspitzen, plötzlich hustete er absichtlich laut und schoß gleichzeitig einen blauen Blitz aus seinem Zeigefinger, schnell und lautlos zischte der Blitz durch die Couchkissen, über den Teppich, die Aussenmauer hoch auf das Dach und entlud sich in hohem Bogen über den glühend roten Berliner Sommerhimmel, knisternd breitete sich die Energie wie eine Kuppel aus, es entstand ein fürchterlich langer Moment der Ruhe. Peter schwitzte, langsam drehte sich Gott zu ihm und musterte ihn streng, er hatte etwas gespürt, sollte sein Sohn etwa schummeln? Peter staarte angespannt auf den 80 Zoll Widescreen. Eine Schweißperle lief schnell über Peters Schläfe, Gott beobachtete ihn immer noch scharf von der Seite. Wenn er es jetzt bemerkte würde er nicht nur die Menschen auslöschen sondern ihn wahrscheinlich auch noch. Langsam griff Gott zu seinem Bier ohne den Blick von ihm abzuwenden, trank einen Schluck mit geneigtem Kopf, verfolgte Peters Schweißperlen mit den Augen und drehte den Kopf endlich zurück indem er gleichzeitig die Flasche absetzte. Er würde so oder so gewinnen, dachte er sich, wenn er wirklich schummelt, dann schicke ich ihn zum Teufel. Peter atmete wieder. Über der Dachgeschosswohnung war der Himmel mittlerweile blau geworden, da zuckte Peter wieder einmal mit dem Zeigefinger und die blaue Kuppel verwandelte sich in einen riesigen Pfeil, der direkt in das Roosters Dugout schoss, niemand bemerkte den Einschlag, die Roosters auf der Bank aber standen plötzlich auf und kratzten sich am Kopf und hebten Gegenstände vom Boden auf, sie begannen damit auf alles einzuschlagen was Krach machte, sie fingen an zu brüllen und sich gegenseitig anzufeuern. Peter feuerte sie innerlich an. Kommt schon, rettet die verdammten Menschen ihr Verrückten! Die Roosters gingen mit roten Augen an den Schlag und fixierten den müden Pitcher. Ihre Körpersprache änderte sich schlagartig, das Dugout im Rücken, das blaue Blut in den Adern, die Keulen schwangen wie von selbst, als hätten die Roosters plötzlich doppelt so viel Kraft. Es geschah was geschehen musste. Ein paar Bälle flogen über und zwischen die Infielder, ein paar Roosters rannten nach hause und es stand 9-10. Gott richtete sich langsam auf. 9-10? Peter du verdammter H****sohn, dachte Gott als er in das aufgehellte Gesicht seines Sohnes sah. Was sollte er machen, gleich war es vorbei und er würde die Menschen nicht auslöschen können! Er wurde sauer, Peter hatte geschummelt, er raste vor Wut, was sollte er mit ihm machen? Er haute auf den Tisch, so dass die Flaschen klirrten und sagte seinem Sohn: „Wenn du die Menschen so sehr liebst, dann werde doch einer von ihnen!“ rief er laut und bildete mit seiner Faust einen riesigen blauen Feuerball, der Peter hochhob und in einem geraden Strahl direkt nach Neukölln auf den Platz an die Homeplate katapultierte. Der Zufall wollte es, dass Robin Schwertfeger nach langer Verletzungspause gerade als Pinch Hitter eingesetzt wurde. Auf dem Weg zur Homeplate wurde er wie vom Blitz getroffen, die Energie ging kurz durch seinen ganzen Körper und plötzlich fühlte er sich wie neugeboren, er fühlte sich göttlich will ich fast sagen. Er klatschte sich mit der flachen Hand zweimal auf den Oberschenkel und sagte dem Pitcher innerlich. Ok du ******** bring ihn rein, komm schon du ******** bring ihn rüber. PAK machte es und der Pitcher schmiss die Mütze in den Sand, der Ball ging in flachem Bogen ins Outfield und hinein gesegelt kamen gleich zwei Roosters, einer für den Ausgleich und einer für den Sieg, WALK OFF HIT!!! Das Wunder geschah, Peter hatte die Menschen gerettet, nein die Roosters hatten die Menschen gerettet! Gott war so sauer, dass er sofort in seinen Privatjet stieg und seinen Sohn und die Menschen verließ. Peter tanzte und feierte mit den Roosters, es war der schönste Tag seines Lebens, er beschloss Baseball zu spielen, er wollte ein richtiger sterblicher Mensch werden, das machte so viel mehr Spaß als im Himmel bis in alle Ewigkeit Computer zu spielen.

So liebe Kinder, nun kennt ihr die Wahrheit über Gott, der uns verließ und über die Roosters, die jetzt unsere einzige Hoffnung sind, und jetzt geht raus und spielt Baseball. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.

Colin #55

Ballgame nach mehr als zwei Monaten: Roosters vs Eagles 16-17

Samstag der 24. August 2013

„Eine Niederlage können wir uns noch leisten“, hatte Team Manager David Latt #99 gesagt  (wenn die Sluggers auch verlieren) und die leisteten sich die gut gelaunten Roosters einfach an diesem sonnigen Samstag. Zur Erinnerung: am 16. Juni 2013 waren die Roosters frustriert und geschlagen aus Mahlow zurückgekehrt. Sie hatten ein grauenvolles Spiel hinter sich. Sie hatten in den Wochen zuvor die Sliders und die Wizards (beide Teams stehen jetzt im Halbfinale) deutlich besiegt und hatten dennoch am 16. Juni zusehen müssen, wie ihre Defensive auseinander genommen und vorgeführt wurde. Gefühlt war das die schlimmste Niederlage der Saison gewesen. Als sich die Roosters damals in ihrer Neuköllner Heimat zurück in ihre kuscheligen Bettchen zu ihren sanften Freundinnen gerollt hatten, erreichte sie eine verheißungsvolle Nachricht. Das Spielergebnis war ungültig! Der Scorer der Eagles hatte einen Punkt der Roosters unterschlagen, so dass der Endstand von 16-17 in Wahrheit 17-17 lautete. Ein Verein muss aber gewinnen, so dass ein neuer Termin auf den 24. August angesetzt wurde. Austragungsort war der schöne Flamingos Ballpark.

Die Roosters wollten hier gar nicht verlieren, aber die Chancen standen wirklich nicht gut. Das Spiel wurde ja nicht wiederholt, es wurde fortgesetzt und zwar unter den widrigsten Umständen für die Roosters. Das Spiel war in Mahlow in der zweiten Hälfte des vierten Innings nach zweieinhalb Stunden beim Stand von 16-17 beendet worden. Der Verband wollte die Spielsituation nachbauen bevor der letzte entscheidende Run eingefahren wurde. Das hieß: Runner auf eins, null aus, 16-16. Das hieß auch, dass das Spiel beendet war, sobald ein Eagle über die Homeplate rannte und der Run zählte. Diese Möglichkeit war bei null aus und einem Runner auf eins sehr wahrscheinlich. Trotzdem rückten die Roosters pünktlich zwei Stunden vorher an. Die Nachricht über den Sieg der Sliders über die Sluggers erreichte die frohen Blauhosen auf dem Weg, sie freuten sich, weil die Sluggers durch ihre Niederlage nun die Tür zu den Playoffs weiter geöffnet hatten. Die Roosters durften also ein Spiel verlieren und eins mussten sie gewinnen. Ob das heute die Eagles oder am folgenden Tag die Potsdamer Porcupines waren, das juckte niemanden.

Es ging los, ein Eagle schlurfte zur eins, Florida Boy #7 bestieg den Mound und Lukasz Bucki #79 brachte sich hinter der Platte in Position. Der erste Schlagman produzierte einen Pop Up (Kerze) ins Infield, der sicher gefangen wurde. Der zweite Schlagmann ging an der Platte unter (Strike Out). Die Roosters waren hoffnungsvoll, schafften sie das dritte aus, würden sie an den Schlag gehen und dann wäre der Sieg sehr nah. Der Runner stealte zur zweiten Base. Der dritte Schlagmann schlug einen “Baltimore Chop“ (Ball schlägt so hart in den Boden, dass er hoch aufspringt und die Fielder keine Chance haben das Aus an eins zu machen), der Ball ging über die zweite Base ins Outfield und der Runner erreichte sicher die Homeplate. Verhaltener Jubel der Eagles. Es kam zu keinen Bench clearings (Auseinandersetzung bei der alle Spieler die Bank verlassen und das Feld bestürmen). Die Roosters ärgerten sich zwar, aber verbuchten das als Pech und wie gesagt, es war nicht tragisch. Es erhöhte zwar den Druck ein bisschen, das letzte Spiel in Potsdam musste gewonnen werden, aber die Roosters waren so heiß, da machte sich niemand Sorgen.

Colin #55

Grand Slam! Roosters vs Rangers 13-2

Sonntag, der 11. August 2013

„Der Weg zum Homerun ist der Weg der Erkenntnis, der Selbsterneuerung und der Liebe.“

An diesem Sonntag zog es die Roosters auf das Tempelhofer Feld, das Feld der Träume, das Feld der Begegnungen, meinen allerersten Sieg feierte ich hier gegen die Rangers, da war ich noch sehr klein, etwa halb so groß wie jetzt, hatte noch ganz viele Sommersprossen im Gesicht und baute Hütten im Wald.

 

Es herrschte eine besondere Atmosphäre, das Ärzte Konzert fand an diesem Tag auf dem Tempelhofer Feld statt, die Bühne wurde zentral in das Flughafengebäude gebaut. Genau am Baseballfeld war ein Einlass eingerichtet und bereits am Nachmittag wimmelte es dort von Menschen. Neugierige hingen staunend am Outfield Zaun und bewunderten durch das Maschendraht das fremde Schauspiel. Es ist immer lustig Gesprächsfetzen von ahnungslosen Zuschauern mitzukriegen: „Ist der Werfer auf dem Hügel eigentlich in der gleichen Mannschaft wie der Schläger?“ „Warum schlägt er nicht, wenn er wirft?“, was wir uns auch manchmal fragen, muss man ehrlich sagen. Ich kann diese Leute gut verstehen. Die Spieler verhalten sich komisch, man weiß nicht was die Rufe und Sprüche der Spieler und Schiedsrichter bedeuten, der ganze Spielablauf ist fremd, es passiert lange Zeit nichts, plötzlich knallt es und alles geht ganz schnell, das Gehirn verarbeitet die Informationen, kann sie aber nicht verwerten und irgendwann ist das ganze vorbei und man weiß nicht warum oder wer gewonnen hat.

Das Wetter war wunderbar, es war bewölkt, die Sonne konnte keinen Rooster ins Auge piken beim Versuch einen Gegner auszumachen. Die Temperatur war mild, der Wind war still, der Dugout eng und gemütlich. Ein Affengehege ganz nach Rooster Geschmack. Ihr Auswärtshunger war noch ungestillt. Bisher waren sie auswärts ungeschlagen. Diese Serie zu unterbrechen waren die Neuköllner Sportsfreunde nicht geneigt.

Ein ausgeschlafener Chris „Braveheart“ Kühl #6 hockte in Schutzausrüstung hinter der Platte (Homeplate) und wartete geduldig auf die Blitzpfeile vom ebenfalls ausgeschlafenen Starting und Rekordpitcher, Florida Boy und Neuköllnian Psycho #7. Der Haufen abtrünniger Mazafakas im Feld wird aus Prinzip nicht erwähnt, es sei denn einer von ihnen bleibt am Zaun kleben beim Versuch einen Flyball zu fangen oder mit dem Kopf im Sand stecken beim Versuch einen harten Groundball zu fielden und dann auch nur wenn diese Versuche erfolgreich waren und ausserdem nur wenn diese Aktionen als würdig eingestuft werden und insbesondere nur dann wenn sich jemand ein paar Tage später noch daran erinnern kann. Keine Missverständnisse: jeder Spieler ist wichtig und er wird immer von seinen Kameraden Anerkennung ernten für das was er tut, dafür stehen die Roosters, aber das Feld ist das Heer, der Fielder ist immer Soldat, deshalb: do what you do, semper fi, do or die, gung ho, gung ho, gung ho, tut was ihr tut, immer treu, tut es oder sterbt, arbeitet zusammen, arbeitet zusammen, arbeitet zusammen, nehmt euren Posten sehr ernst, denkt niemals ihr wäret etwas besseres, entehrt euch niemals selbst, indem ihr das Spiel auf die leichte Schulter nehmt, entehrt niemals eure Mannschaft, indem ihr Fehler macht, weil eure Einstellung nicht stimmt, bleibt mental immer im Spiel, sogar wenn ihr im Gehege eure verdammte Banane kaut.

Zu Beginn gab es einige „one two three inning“ wie die Amerikaner das sagen, also schnelle Innings bei denen die Schlagmänner an der Platte untergingen (Strikeout) oder wenn sie es schafften die hinterhältigen Pitches von Psycho irgendwie zu treffen, an der ersten Base ausgemacht wurden (Groundout). Der freundliche Pitcher der Kreuzberg Rangers hörte auf den Namen Adam und gab sein bestes die Roosters zu verarschen, was ihm einigermaßen gelang. Gegen ihn konnten nur die besonders ausgeschlafenen und schlitzäugigen Blauhosen Hits schlagen (auf Base kommen). Für die Rangers ein Unglück, dass der liebe Adam ein Ausländer ist. Es gibt eine Regelung, die ausländischen Pitchern nur maximal 3 Innings Spielzeit erlaubt, der Gerechtigkeit halber. Man kann sich fragen, was die Nationalität eines Pitchers mit seinem Vermögen zu tun hat Bälle in die Strikezone zu werfen (etwa 30 cm breit und 80 cm hoch). Nun, wie soll ich das milde aber treffend ausdrücken… Berlin ist das Mordor des Baseball, der brennende Schlund in den du den Ring schmeißen musst, überall auf der Welt wird besseres Baseball gespielt, 12- jährige Kubaner würden uns lachend und feixend vernichten. Daher diese Regelung.

Der zweite gegnerische Pitcher war auch nicht von schlechten Eltern, er hielt es aber aus unerklärlichen Gründen mit uns nicht lange aus. Es begab sich, dass die Roosters wieder einmal ein knappes Zwischenergebnis vorzuweisen hatten und im vierten Inning (es werden maximal 7 gespielt, wenn 2,5 Stunden nicht überschritten werden) noch lange nicht an den Sieg denken konnten. Ein paar sukzessive Fehler in der Defensive, eine passive lustlose Haltung am Schlag und ganz schnell ist das Spiel verloren. Zwei unserer Blauhosen waren schon aus, es gab keine Bananen mehr, die Stimmung war aufgeheizt, da schallte es plötzlich aus dem Affengehege: TWO OUT RALLY!!!!!!! Feierlich stimmten alle mit ein, der Durchhaltewillen war wieder da, der ewige Ja-Sager, das Dugout des Grauens, die Bank des Wahnsinns, immer wieder brüllten die Roosters frenetisch über den Platz und dem Pitcher direkt ins linke Ohr: TWO OUT RALLY!!!! Diese Parole hatte schon den heißen Sieg gegen die Drachen in Spandau herbeigeführt. Es ist immer eine Herausforderung Punkte zu machen, wenn schon zwei Schlagmänner aus sind (insgesamt müssen drei aus gemacht werden), denn nur ein zu lasch geschlagener Ball kann zum Ende des Innings führen. Anders herum ist es für die verteidigende Mannschaft eine Demütigung, wenn bei zwei Aus die Schlagmänner krachend um die Bases fegen, die Homeplate sicher erreichen und die Punkte in der Kasse klingeln, das demotiviert selbst professionelle Pitcher. Und es krachte wirklich, ein paar gute Hits, ein paar schnelle Steals und alsbald führten die Roosters. Der Pitcher kapitulierte und der dritte Kollege kam auf den Mound. Er war eine Notlösung wie sich herausstellte. Die Roosters nahmen ihn trotzdem sehr ernst. Nur weil jemand langsam wirft, heißt es nicht, dass die Schlagmänner es einfacher haben. Im Gegenteil, sie müssen sich zwingen zu warten, um den Ball nicht zu früh zu treffen, das resultiert meistens in einen Groundout (Aus an Eins) oder Flyout (aus der Luft gefangen).

Die frechen Blauhosen machten alles richtig, zeigten kein Mitleid, nach dem Sieg kann man sich die Hände schütteln, vorher nicht. Braveheart sah das ganz genauso und schlug den ersten guten Ball in hohem Bogen über den Outfield Zaun. Die Bases waren voll mit sabbernden Roosters, die nur darauf warteten die fremde Homplate zu zerstampfen, als der Ball über ihre Köpfe hinweg segelte und auf die Menschen, die hinter dem Zaun warteten einschlug. Die Sensation, das größte was ein Schlagmann machen kann, sogar ein kubanischer Ranger klatschte Beifall, Homerun mit Läufern auf allen drei Bases, Grand Slam, vier Punkte auf einmal (drei für die Läufer und einen für den Schlagmann), die höchste Punktzahl, die ein Schlagmann allein mit einem Schlag einfahren kann, alle können über die Homeplate spazieren, der Ball ist weg und kann nicht gefangen, geschweige denn zurück geworfen werden. Der Weg zum Homerun ist wahrlich ein königlicher, ein göttlicher, es erfüllt einen mit Stolz, und Braveheart war stolz, auch wenn man ihm das nicht so ansah (“Ich habe nur gemacht was der Trainer mir gesagt hat.“) Was für ein Kämpfer, immer still und in sich gekehrt aber hungrig wie ein Tiger. Seine Einheit erwartete ihn schon und feierte ihn euphorisch. Das Spiel war aber nicht vorbei, es wurden weitere Hits geschlagen und weitere Runs kassiert. Als die Roosters ein letztes Mal an ihre Defensivposten gerufen wurden, hieß es am Ende One Two Three Inning und Ballgame (Spielende), 13-2 besiegten sie die fairen und sympathischen Rangers. Good Game konnte man nur staunend sagen, vor allem wieder mal von Psycho diesem harten Pitching-Berserker, der wieder einmal ein ganzes Spiel durchpitchte. Fans, Unterstützer und Zuschauer können mit Spannung auf die Endphase der Saison blicken, das nächste Heimspiel ist schon diesen Samstag in Gropiusstadt noch einmal gegen die Rangers, das Rückspiel sozusagen und es warten noch im August zwei Auswärtsspiele in Blankenfelde und Potsdam auf die tapferen Roosters.

„Die Sonne ging über dem alten Flughafen langsam unter, Menschenheere zogen an uns vorüber wie Flüchtlinge einer imaginären Welt. Wir spielten immer noch, das Gras war trocken und warm, die Fliegen surrten in unseren Ohren, Nasen, Gesichtern, die letzten Sonnenstrahlen kitzelten unsere Sinne, wir schlugen weiter und rannten und johlten wenn einer den Ball im Flug fing oder sich in den Dreck warf, um den Ball vom Boden zu pflücken, unsere Oberkörper waren straff und braungebrannt, unsere Seelen betört von der Kraft des Augenblicks, der nicht aufhören wollte, wir waren verrückt, verrückt nach Baseball, verrückt nach uns selbst, uns reinen Seelen, wir konnten unser Glück nicht fassen, keiner dachte an zuhause oder an Mädchen oder lieben Alltagssorgen, dieser Abend gehörte uns, uns Abtrünnigen und niemand konnte uns das wegnehmen, diese Liebe zum Sport, die Liebe zur Mannschaft, zur Einzelleistung, zur mentalen Unbeflecktheit, wir zogen Kinder in Scharen an, sie wollten diese Begeisterung teilen und ihre dazu geben, um den Traum weiterzuführen, nie enden zu lassen, die Flamme hoch zu halten, das Licht zu erblicken, die Seele zu befreien, ja Kinder sind das reinste überhaupt, sie spüren diesen Zauber sofort, ihre kleinen Gesichter strahlten und strahlten und wollten nicht aufhören, die Welt schien so groß zu sein wie dieser alte Flughafen der nun uns gehörte, unsere Welt war, wir waren die einzigen Menschen auf dieser Welt und ein Heer an Kindern, oh sublime Welt, wo Kinder die Macht haben, wo Baseball höchste Leidenschaft ist und die Abendsonne immer feuerglühendheiß über die Hangars zerschmilzt, wo das Gras immer warm und weich ist, wo Frieden nicht nur ein Wort ist, wo Gott ein Gesicht hat, wo der Himmel klar und rein ist, wo wir immer bleiben wollen, tausend Sommer tausend Winter verbringen wollen, nie aufstehen wollen, nie aufwachen wollen, den Traum weiterleben, den Traum weiterleben, den Traum weiterleben.“

 

 

Colin #55

Neukölln Derby unentschieden, Roosters vs Sluggers 13-6 und 4-9

Sonntag, der 4. August 2013

Die Roosters sind unheimlich auswärtsstark, alle Auswärtsspiele wurden bis jetzt souverän gewonnen. Liegt es an den legendären BVG Fahrten? Am Klassenfahrt Feeling? Oder daran dass sie auswärts den Platz nicht aufbauen und herrichten müssen? Schwer zu sagen. Heute mussten gleich zwei Spiele hintereinander auf heimischen Platz gegen Platzrivalen Sluggers ausgetragen werden. Die beiden einzigen Heimspiele bis jetzt hatte der blaue Hahn vergeigt. Die Gründe hierfür sind deutlich zu bestimmen. Das erste Heimspiel gegen Potsdam war gleichzeitig das erste Saisonspiel der neugegründeten Roosters und diente eher einer Eingewöhnungs- und Testphase. Die Niederlage war knapp, die Defensive war einfach noch nicht eingespielt. Die zweite Heimniederlage erlitten die Roosters gegen Erzrivalen Sliders, die sich nach der bitteren Niederlage in Charlottenburg gerächt hatten. Die Sliders sind in der Berliner Landesliga seit Jahren der Favorit auf die Meisterschaft und den Aufstieg.

Trainer Frank Barsnick und seine frechen Jungen wollten den eigenen Platz heute nicht entehren, vor allem nicht nach dem heißen Drachensieg erst eine Woche zuvor. Die Sluggers versperren den Roosters noch den Weg zum zweiten Platz in der Tabelle und zur Teilnahme an den Playoffs, den Finalspielen um die Meisterschaft in der Landesliga. So wie es aussieht sind es nur die Roosters und die Sluggers, die den zweiten Platz unter sich ausmachen müssen, weil die Favoriten Sliders den ersten Platz mit 9 Siegen und nur einer Niederlage (gegen uns haha) sicher verteidigen können.

Der Platz war sehr gut besucht, das Wetter war schön. Niemand wollte sich dieses Derby entgehen lassen. Starting Pitcher Psycho #7 war gut drauf, er hatte seinen kühlen Zaubertrank dabei, die Zutaten dürfen nicht verraten werden. Catcher Chris Kühl #6 machte sich für dieses wichtige Spiel bereit. Der sehr schnelle Sluggers Pitcher lies sich früh von der Schlagkraft der Roosters demotivieren und wechselte sich selbst aus. Für ihn kam ein netter betagter Herr, der probierte die Blauhosen mit langsamen kurvigen Bällen zu überrumpeln, was natürlich nicht gelang, nach kurzer Zeit wussten die Roosters wie und wann die Bälle über die Platte segelten und hielten nur noch drauf. Das Ende vom Lied war ein souveränes 13-6.

Dann kam die Stunde der Wahrheit. Das zweite Spiel. Geplant war das auch zu gewinnen. Luckasz Bucki #79 übernahm den Mound und Chris Kühl catchte weiter. Der schnelle Sluggers Pitcher hatte sich von seinem Schreck erholt und traute sich im zweiten Spiel zurück auf den Mound. Er machte einen guten Job, viele Roosters waren an diese Geschwindigkeit nicht gewöhnt. Im dritten Inning musste Roosters Pitcher Luckasz Bucki #79 verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Psycho wieder ins Spiel. Die Roosters lagen unglücklich zurück und schafften es nicht aus dem Schlamassel. Am Ende musste die Mannschaft die bittere Pille schlucken. 4-9 war kein schöner Abschluss. Die mentale Kondition der Roosters ist für einen Doubleheader noch nicht ausgereift. Das müssen sie ändern, wollen sie aufsteigen, denn in der Verbandsliga werden immer nur Doubleheader gespielt (1×7 und 1×5 Innings).  Die stolzen Roosters knirschten mit den Zähnen, weil an diesem Sonntag kein klarer Sieger ermittelt wurde. Ein Trost: Addiert man die Punkte zusammen, haben die Roosters heute mit 17-15 gewonnen. Vielleicht ein nicht ganz unerheblicher Aspekt, denn der Kampf um Platz zwei ist heiß und sollten am Ende der Saison die Siege und Niederlagen beider Mannschaften im Gleichstand sein, würde das Punktverhältnis über Platz zwei entscheiden.

Colin #55

Blauer Hahn besiegt schwarzen Drachen 8-4

Sonntag, 28. Juli 2013

Nachdem das Heimspiel gegen die Spandauer Dragons wegen starker Regenfälle in Gropiusstadt kurz vor dem First Pitch abgesagt wurde, war das Nachholspiel als Heimspiel in Spandau angesetzt. Klingt komisch, ist aber so. Es ist erfreulich zu sehen wie ein Ballpark langsam ausgebaut wird. Die Dragons haben schon einen zementieren Dugout für ihre Heimmannschaft angelegt, den wir an diesem Tag besetzen durften. Was noch fehlt sind die Dächer.

Singend und lachend rollte an diesem sonnigen Mittag ein Zug rotnäckiger Blauhosen nach Spandau, im Gepäck Drachenklingen aus der mörderischen Glut ihrer Neuköllner Heimat Mordors gegossen und geschmiedet. Die Wasserträger stöhnten und fluchten. An diesem Sonntag war das Wetter unbarmherzig, eine Hölle auf Erden, womit hatten wir das verdient, wir strebsamen und fleißigen Spartaner? Der Sonnengott schoss Glutpfeile auf die Erde hinab, jede verdammte Bewegung fühlte sich bleiernd an, eine elendige Aufgabe, es roch nach verbrannter Erde, wer in den Genuss kam von Pippi Langstrumpf einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet zu bekommen, der zog neidische Blicke auf sich. Was viele nicht wussten, Spiderman war in dieser Nacht durch einen heimtückischen Hinterhalt ums Leben gekommen. War dies ein schlechtes Vorzeichen auf die Dinge die da kommen sollten?

Ein paar hartnäckige Fans und Zuschauer kamen lieber an den brennenden Platz anstatt in kühlen Berliner Seen zu planschen. Sie hatten die dumpfe, unbehagliche Ruhe vor dem Sturm gespürt, eine dunkle Macht hatte sie nach Spandau gelockt, die grauen Weisen hatten die Zeichen in den Sternen gelesen, eine große Schlacht kündigte sich an, das hatten die alten Geier gesagt, bevor sie sich lachend in den brennenden Schlund stürzten.

Die Aufstellung war nicht von schlechten Eltern. Gegen diesen mächtigen Gegner war die Föderation entschlossen alles was Arme, Beine und ein wenig Grips hatte in die goldene Waagschale zu werfen. Die Battery stand für Sicherheit und Stolz in Gestalt der kampferprobten Veteranen Pitcher Lutz “Psycho“ Müller und Catcher Lukas “Stirb an einem anderen Tag“ Bucki, unsere Patriot Raketen von Neukölln.

Das Fußvolk am Waldesrand sah einen durchwachsenen Beginn mit guten Defensivleistungen auf beiden Seiten. Man beschnupperte sich und ließ die Keulen ein wenig knallen. Wahrscheinlich wollte man auch die Leistungsfähigkeit am Fuße des Vulkans austesten. Lange stand es 1-2 aus der Sicht der Roosters. Das große Offensiv Feuerwerk wurde nicht gezündet, was die Dragons dazu veranlasste ihre knappe Führung auf 1-4 auszubauen. Ein ernster Vorstoß, doch vielleicht ein wenig zu früh. Zunächst machte sich im Roosters Dugout Missmut über diesen Brückenkopf breit, im vierten Inning zurück zu liegen, das kannte man noch nicht. Ein paar Scharmützel mit einem Umpire (Schiedsrichter) machte die Sache nicht einfacher, von der schweren Hitze ganz abgesehen.

Die Roosters sind aber bekannt für ihre Kämpferherzen und ihre gnadenlose Unterstützung von der Bank. Ein paar Spielerwechsel wurden von Trainer Frank Barsnick veranlasst und mit Rückenwind ging es in der zweiten Hälfte des vierten Innings an den Schlag. Der blaue Hahn krähte kurz und rief dem Drachen entschlossen zu: „Jetzt pass mal auf du Vogel!“ Irgendjemand von der Luftkavallerie blies in der Ferne ein zerbeultes Horn. Rotoren flapperten am Horizont. Der Funk meldete: „Keep your heads down, it‘s gonna be a big one!“ Die Bank johlte, Endzeitstimmung und die Keulen schwingten als gäbe es kein Morgen. Wie Granaten schlugen die Bälle in den trockenen Boden ein. Der Brückenkopf wurde überrannt und die Blauhosen stürmten tief in die Drachenhöhle hinein. Die Drachen kämpften tapfer und schweigsam, den Bann konnten sie aber nicht mehr brechen, zu entschlossen waren die Bogenschützen, zu ausdauernd unsere Battery, zu unbarmherzig ihre Götter.

Als es dann nach zweieinhalb Stunden 8-4 für die erschöpften Roosters stand, sanken die Waffen zu Boden, es war endlich vorbei. Helme flogen in den Himmel, Uniformen wurden vom Leibe gerissen, nackte Frauen stürzten sich in die Arme der Helden, der blaue Hahn tanzte auf dem heiligen Erdhügel, ehrte seine Gegner und huldigte seinen starken Mannen. Eine Schlacht ist gewonnen, doch das Abenteuer ist noch nicht vorbei.

Colin 55

So ein Sieg, der tut gut. Roosters vs Flamingos 16-6

Sonntag 14. Juli 2013

Dunkle Wolken begleiteten uns auf unserem Weg in den Norden Berlins. Der süße Geruch von Filterkaffee beherrschte unsere trüben Gedanken. Die Kontrolleure machten einen Bogen um uns müde Seelen, wir konnten ihre Gedanken lesen: zu unsicher, zu unberechenbar diese Horde… war das ein Hauch von Routine, von Professionalität?

Lange spielten wir routiniert, abgezockt und mental. Es wurde auf dem Platz wenig gesprochen. Starting Pitcher Robert Bauer machte einen hervorragenden Job. Catcher Legende Lukas Bucki schien die Konzentration der Feldspieler in sich zu vereinen.

Bis zum fünften Inning schlugen wir gegen einen sehr guten Flamingo Pitcher 9 Runs heraus. In der Defensive wussten wir alle Attacken der Flamingos abzuwehren und sicherten so ein souveränes 9-0. Es sah nach einem perfekten Spiel aus. Dann plötzlich riß der Glaube ab und wir sahen hilfslos zu wie 6 Flamingos hintereinander auf die Homeplate traten und zurück ins Dugout spazierten.

Trainer Frank Barsnick reagierte. Robert Bauer wurde zum Short Stop, Chris Kühl zum Catcher und Lukas Bucki zum Pitcher. Die Flamingos wechselten auch ihren Pitcher, der ebenfalls zum Short Stop wurde. Dank unserer hohen Schlagkraft konnten wir den Punktestand zu unseren Gunsten erhöhen. Im letzten Inning nahmen wir alle Konzentration zusammen und machten die letzten 3  Flamingos sicher aus. Endstand: 16-6

Der hohe Besuch von Jesco Veisz, legendärer Baseball Trainer der Roosters, ehrte uns und wir lauschten ehrfürchtig seinen Eindrücken und Beobachtungen vom Spiel. Er machte uns Mut und gab uns seinen Segen für den Weg zur Meisterschaft.

Colin

Spielbericht Roosters vs. Sliders

Sonntag 7. Juli 2013

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Es scheiden sich die Geister um die Frage was perfektes Baseball Wetter ist. Manche mögen es heiß bei 30 Grad oder mehr und keiner Wolke am Himmel, manche mögen lieber 22-25 Grad, ohne direkte Sonneneinwirkung, sogar leichter Regen kann für manch einen angenehm sein. An diesem Sonntag in Gropiusstadt: drückende Hitze und sengende Sonne. Das letzte Heimspiel am 25. Mai gegen die Dragons musste vor Ort abgesagt werden, weil es in Strömen regnete und der Platz schlammig und rutschig wurde.

 

Nach dem großen Sieg (8-2) gegen die Charlottenburger Sliders auf ihrem eigenen Platz, erwarteten für das Rückspiel alle einen erbitterten Zusammenstoß. Die weiß-grünen Anwärter auf die Meisterschaft mit 7 Siegen und nur einer Niederlage rückten pünktlich in doppelter Mannschaftsstärke an. Es erwarteten sie selbstbewusste und topmotivierte Rooster.

 

Die Pregame Routine (Spielvorbereitung) wurde etwas eingeschränkt, weil kurz zuvor ein anderes Landesliga Spiel auf dem Platz stattgefunden hatte. Gewissenhaftes Aufwärmen und mentale Entspannung sind vor einem Baseballspiel ganz entscheidend.

 

Lukas Bucki war unser starting Pitcher. Für ihn catchte Chris “Braveheart“ Kühl. Er sollte bald seinem Namen alle Ehre machen. Bucki plagte sich mit einer Angina, leider saßen auf der Bank keine alternativen Pitcher, aber Bucki zählte auf seine Erfahrung.

 

Die Roosters besetzten das glühende Feld (Heimmannschaft verteidigt zuerst). Die Sliders waren wie erwartet nicht zimperlich, sie schlugen die Bälle hart und rannten und stehlten die Bases. Die Blau-Hosen mussten 5 Runs zulassen bevor sie endlich an den Schlag durften. Nach dem zweiten Inning zeigten die Roosters was in ihnen steckt und schlugen ihrerseits 5 Runs heraus zum Zwischenergebnis von 5-5. Sie erhöhten im folgenden Inning auf 7-5. War es möglich die Sliders ein für allemal zu besiegen?

 

Grün Weiss stemmte sich mit aller Macht dagegen und übernahm die Führung zum 7-10. Nicht unwesentlich für dieses starke Comeback war eine längere Verletzungspause für Catcher Chris “Braveheart“ Kühl der an der Homeplate von Slider Sascha Friesicke umgesäbelt wurde als er sich noch in der Luft befand um einen hohen Ball zu fangen. Legales aber unschönes Spiel. Als Chris endlich wieder aufstand gab es anerkennenden Applaus durch das Publikum. Der Schock steckte den Roosters aber nun in den Knochen.

 

Der letzte Schlagdurchgang der NSF Hausherren endete erfolglos zum Endstand von 7-10 und die Sliders bleiben mit 8 Siegen und einer Niederlage heiße Favoriten auf die Meisterschaft. Der Spielrückstand der Roosters lässt jedoch noch alles offen.

 

Colin

Spielbericht Roosters vs. Roadrunners

Samstag 29. Juni 2013.

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Tiefe Regenwolken hingen am Mittag über Berlin, als die Roosters wie es die Tradition will, gemeinsam mit der BVG nach Weissensee zum Ballpark der Roadrunners fuhren. Die Roosters (auswärts 2 Siege und eine Niederlage) wollten unter allen Umständen die letzte Enttäuschung auswärts bei den Eagles abschütteln und neues Selbstbewusstsein mit nach Hause nehmen.

 

Während der Aufwärmphase regnete es leicht, aber nicht genug um das Spiel abzusagen. Im Verlauf des Spiels würde es noch öfter kleine Schauer geben, jedoch immer von Sonnenschein abgelöst.

 

Starting Pitcher Lutz – Psycho/Florida Boy – Müller war munter; das ist schon in der Vergangenheit ein Garant für den Sieg gegen die Sliders gewesen. Frisch aus Chile/Südamerika eingetroffen legte sich Bundesliga-Veteran Lukas Bucki die Protektoren an, um als Catcher auf dem Platz Präsenz zu zeigen. Die beiden hartgesottenen Jungs würden sich bis zum Ende des Spiels keinen Fehler erlauben.

 

Wie sooft auf fremden Plätzen gingen die Blau-Hosen erst einmal in Führung (Gastmannschaft schlägt zuerst). Die Schlagkraft der ersten 5 Roosters ließ keine Fragen offen. Die Rookies (Anfänger) stellten sich gut an, jeder kam auf Base. In der Defensive ließen Infield und Outfield kaum einen Ball durch.

 

Die sehr fairen Roadrunners zeigten sich kämpferisch und konnten insgesamt 3 Runs (Punkte) erzielen. Die Konzentration der Roosters war spürbar hoch, in der Defensive wurde hart gearbeitet und die Bälle schoßen reihenweise in den Himmel. 17 Runs kassierten die am Ende etwas niedergeschlagenen Weissenseeer Roadrunners zum Endstand von 17-3. Trainer Frank Barsnick, Mannschaft, Unterstützer und Fans freuten sich, man ging heiter zurück in die Neuköllner Heimat.

 

Colin

Roosters unterliegen den Eagles

16.06.2013 20:45

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Am heutigen Sonntag unterlagen die Roosters aus Berlin den Eagles aus Blankenfelde-Mahlow. Nach einem Turbostart im ersten Inning konnte auf eine überlegende 7 – 0 Führung zurückgeschaut werden.

Vielleicht lag es an dieser luxuriösen Führung, vielleicht auch an gesundheitlichen Problemen unseres Starting Pitchers Robert; jedoch kamen die Eagles nach einer erstaunlichen Aufholjagd noch einmal an unseren Neuköllner Verein ran.

Im 10 – 10 Stand und nach zwei Pitcherwechseln wurde den Roosters allmählich klar, dass das Spiel noch lange nicht in der Tasche ist. Am Ende wurde aufgrund der fortgeschrittenen Spielzeit und der +1 Führung der Eagles das Spiel mit einem Endstand von 16 – 17 beendet.

– Timo

Roosters – Wizards 14 – 4

10.06.2013 – 15:00

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Nach einem grandiosem Spiel an einem mehr als warmen Sonntag konnten die Berlin Roosters den Landesliga-Platzhirsch Wizards besiegen!

Bereits nach dem ersten Inning konnten die Roosters mit einem soliden 4 – 0 Stand in Führung gehen. Diese Führung wurde bis auf weitere 14 Runs ausgebaut. Fast bis zuletzt konnte die Konzentration aufrecht erhalten werden. So stand es am Ende 14 – 4 und eine zufriedene Mannschaft konnte mit dem verdienten Sieg im Gepäck aus Zehlendorf abreisen.

-Timo

Seite online

09.06.2013 – 22:00

Ich darf mit Freude verkünden, dass die Seite roosters-berlin.de heute, am 11.06.2013, online gegangen ist.

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Auf eine schöne gemeinsame Zeit!

-Timo